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Anwendung von Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen bei der Ethylenglykolverdampfung

15.07.2026
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1. Prozesshintergrund und Grundlage der physikalischen Eigenschaften

Ethylenglykol findet breite Anwendung in Polyester (PET), Frostschutzmitteln, Harzen, pharmazeutischen Zwischenprodukten und Feinchemikalien. Bei der Produktion, der Rückgewinnung und der Weiterverarbeitung sind häufig Verdampfungs- oder Raffinationsanlagen erforderlich, um Wasser, niedrigsiedende organische Verbindungen, Lösungsmittel, Nebenprodukte und Spurenverunreinigungen zu entfernen. Diese Verfahren erhöhen die Ethylenglykolkonzentration und reduzieren die Belastung nachfolgender Destillations- oder Polieranlagen.

Aus thermodynamischer Sicht hat Ethylenglykol (EG) einen normalen Siedepunkt von ca. 197 °C und ist somit eine hochsiedende, sauerstoffhaltige organische Verbindung. Bei direkter Verdampfung unter atmosphärischen Bedingungen ist eine höhere Wärmezufuhr erforderlich, und die Verweilzeit des Materials im Hochtemperaturbereich kann sich verlängern. Dies erhöht das Risiko von Farbbildung, Polymerisation oder der Entstehung thermisch induzierter Verunreinigungen. Industrielle Anlagen nutzen daher üblicherweise ein Vakuum, um die Siedetemperatur der flüssigen Phase zu senken und die Verdampfung unter milderen thermischen Bedingungen zu ermöglichen.

2. Vakuumverdampfungsmechanismus und Prozesswert

Der grundlegende Mechanismus der Vakuumverdampfung besteht in der Reduzierung des Gesamtdrucks im Verdampfer, wodurch die Flüssigkeit bei einer Temperatur unterhalb ihres normalen Siedepunkts ein Dampf-Flüssigkeits-Gleichgewicht erreicht. In der Praxis wird die Siedetemperatur maßgeblich von der Zusammensetzung des Gemisches, dem Verdampfungsdruck, dem Verunreinigungsgrad, der treibenden Wärmeübertragungskraft und der Kondensatorleistung beeinflusst. Daher sollte die Auslegung den Zielvakuumgrad anhand von Dampf-Flüssigkeits-Gleichgewichtsdaten, Stoffbilanz und Energiebilanz bestimmen, anstatt ein bestimmtes Druckintervall als festen Siedepunkt zu betrachten.

Bei der EG-Verdampfung bietet der Betrieb unter reduziertem Druck folgende Prozessvorteile:

Dadurch wird die Verdampfungstemperatur gesenkt und der Einfluss der thermischen Vorgeschichte auf Farbe, Reinheit und Stabilität des Produkts verringert.

Es verbessert die effektive Wärmeübertragungskraft und erhöht die Verdampfungsrate und die spezifische Leistung unter gleichen Heizbedingungen.

Es reduziert die Belastung nachgeschalteter Destillations- oder Tiefenreinigungsanlagen und unterstützt so die Optimierung des Gesamtenergieverbrauchs.

Dadurch wird eine besser kontrollierbare Druckgrenze für die Kondensation und Rückgewinnung von flüchtigen Lösungsmitteln, Wasserdampf und leichten Komponenten geschaffen.

3. Funktion des Vakuumsystems bei der EG-Verdampfung

Herstellung und Aufrechterhaltung des Zielbetriebsdrucks. Das Vakuumsystem entfernt Gas aus dem Verdampfer und den angeschlossenen Rohrleitungen, sodass der Systemdruck den Sollwert des Prozesses erreicht und dadurch die Siedetemperatur des EG-haltigen Gemisches gesenkt wird.

Kontinuierliche Entfernung nicht kondensierbarer Gase. Während des Betriebs können Luft und geringe Mengen flüchtiger Gase durch Leckagen, Materialmitführung oder Nebenreaktionen eindringen. Werden diese Gase nicht umgehend entfernt, verschlechtert sich die Kondensatorleistung, der Vakuumpegel sinkt und die Verdampfungsleistung nimmt ab.

Stabilisierung der Verdampfungslast und der Produktkonzentration. Vakuumschwankungen verursachen Variationen der Siedetemperatur, der Verdampfungsrate und des Konzentrationsendpunkts, was sich direkt auf die Produktkonzentration, den Dampfverbrauch und die nachgelagerte Trennlast auswirkt.

Die Kondensation und die Abgasreinigung werden koordiniert. Vakuumpumpe, Vorkondensator, Gas-Flüssigkeits-Abscheider und Abgasreinigungsanlage bestimmen gemeinsam die Rückgewinnung kondensierbarer Komponenten, die Verunreinigung des Arbeitsmediums und die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte.

4. Anwendbarkeit von Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen

Eine Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe nutzt eine Flüssigkeit als Arbeitsmedium. Ein exzentrisch gelagertes Laufrad treibt den Flüssigkeitsring an und erzeugt so periodische Volumenänderungen, die das Ansaugen, Verdichten und Ausstoßen von Gas ermöglichen. Dieser Pumpentyp eignet sich besonders für feuchte Gase, mitgerissene Tröpfchen und eine gewisse Menge kondensierbaren Dampfes und wird daher häufig in Anwendungen wie Verdampfung, Destillation, Kristallisation, Filtration und Kondensatorentlüftung eingesetzt.

In EG-Verdampfungssystemen liegen die Hauptvorteile von Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen in Folgendem:

Hohe Nassgastoleranz, wodurch die Pumpe Gemische mit Wasserdampf, Ethylenglykoldampf und geringen Mengen mitgerissener Flüssigkeit fördern kann.

Flexible Auswahl des Arbeitsmediums. Je nach Materialverträglichkeit, Kontaminationskontrolle und Rückgewinnungsanforderungen kann Wasser, Ethylenglykol oder eine andere kompatible Flüssigkeit ausgewählt werden.

Stabiler Betrieb und relativ einfache Konstruktion, geeignet für die kontinuierliche Produktion mit gleichbleibendem Gasabscheidebedarf.

Hohe Toleranz gegenüber kurzfristigen Systemstörungen und geringem Flüssigkeitsmitriss, was eine gute technische Anpassungsfähigkeit gewährleistet.

Der maximal erreichbare Druck einer Flüssigkeitsringpumpe wird jedoch stark von der Temperatur und dem Dampfdruck des Arbeitsmediums sowie der Art der Dichtungsflüssigkeitsumwälzung beeinflusst. Benötigt eine EG-Verdampfungsanlage einen niedrigeren Betriebsdruck, eine höhere Förderleistung oder ein stabileres Tiefvakuum, ist häufig der Einsatz eines Roots-Boosters, eines Vorkondensators oder einer mehrstufigen Vakuumanlage erforderlich.

5. FORYOU Vakuumsystem-Empfehlungen

Aufgrund der hohen Nassbeladung, des signifikanten Kondensatgehalts und der strengen Anforderungen an die Vakuumstabilität bei der EG-Verdampfung kann FORYOU das Vakuumsystem anhand der Materialzusammensetzung, des Zieldrucks, des Durchsatzes, der Kondensationstemperatur, der Leckrate und der Emissionsanforderungen auswählen und auslegen. Gängige Konfigurationen sind Roots-Flüssigkeitsring-Vakuumanlagen und Roots-Trockenschrauben-Vakuumanlagen.

5.1 Roots-Flüssigkeitsring-Vakuumverpackung

Eine Roots-Vakuumpumpe wird typischerweise als Boosterpumpe eingesetzt und in Reihe mit einer Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe geschaltet. Die Roots-Pumpe ermöglicht hohe Förderleistungen im mittleren bis niedrigen Druckbereich, während die Flüssigkeitsringpumpe als Vorförderpumpe für Kompression, Fördermenge und Nassgasbehandlung dient. Diese Konfiguration eignet sich für stabile Verdampfungsleistungen, hohen Wassergehalt und Betriebsbedingungen, bei denen Nassgastoleranz und Zuverlässigkeit im Vordergrund stehen.

Vakuumstabilität: Die Roots-Pumpe erhöht die effektive Pumpgeschwindigkeit des Systems, wodurch Druckschwankungen reduziert und die Verdampfungstemperaturregelung verbessert werden.

Produktionseffizienz: Bei korrekter Abstimmung der Vorförderpumpe kann die Roots-Pumpe die Gesamtgasförderkapazität des Vakuumsystems erhöhen und den Verdampferdurchsatz verbessern.

Technische Anpassungsfähigkeit: Die Flüssigkeitsringpumpe eignet sich gut für feuchte Gase und geringe Flüssigkeitsmitführung, wie sie bei der EG-Verdampfung häufig vorkommen.

5.2 Roots-Trockenschnecken-Vakuumpaket

Wenn die Anlage Wert auf Produktreinheit, Lösungsmittelrückgewinnung, Abgasreinheit oder niedrigeren Betriebsdruck legt, kann eine Kombination aus Roots-Pumpe und Trockenschrauben-Vakuumpumpe in Betracht gezogen werden. Da der Gasweg einer Trockenschraubenpumpe kein Arbeitsmedium enthält, reduziert er die Kontamination des Arbeitsmediums und den Bedarf an sekundären Trennverfahren und erleichtert gleichzeitig die Integration mit Kondensatoren, Gas-Flüssigkeits-Abscheidern und Abgasreinigungsanlagen.

Niederdruckfähigkeit: Trockenschraubenpumpen können über einen breiten Druckbereich stabil arbeiten, allerdings muss der tatsächlich erreichbare Druck im Hinblick auf Kondensation, Leckage und Gasbelastung vorgelagert überprüft werden.

Verbesserte EG-Reinheit: Ein ölfreier und arbeitsflüssigkeitsfreier Gasweg trägt zur Verringerung des Risikos von Kreuzkontaminationen bei und macht die Anlage somit geeignet für Projekte zur Herstellung von hochreinem EG oder zur Modernisierung von Produktionslinien.

Rückgewinnung organischer Lösungsmittel: Durch Vorkondensation oder Zwischenkondensation können verdampfte organische Lösungsmittel zurückgewonnen und Emissionen sowie Materialverluste reduziert werden.

Betriebskostenoptimierung: Durch geeignete Kondensation, Frequenzumrichtersteuerung und Abgasreinigung können Materialverluste und Wartungsaufwand reduziert werden; die Wirtschaftlichkeit des Projekts sollte durch Materialbilanz- und Energieverbrauchsberechnungen bestätigt werden.

6. Schlussfolgerung

Die Kernfunktion eines EG-Verdampfungsvakuumsystems besteht nicht nur in der Erzeugung eines Vakuums, sondern vielmehr in der Etablierung einer stabilen Druckgrenze, der effektiven Entfernung nicht kondensierbarer Gase und der koordinierten Kondensatrückgewinnung. Dadurch lassen sich Niedertemperaturverdampfung, Produktqualitätskontrolle und Energieoptimierung gleichzeitig realisieren. Dank ihrer Nassgastoleranz, Betriebsstabilität und hohen Prozessanpassungsfähigkeit bietet die Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe einen hohen technischen Mehrwert für die konventionelle EG-Konzentration und -Rückgewinnung. Bei Bedarf an niedrigerem Druck, höherer Produktreinheit oder Lösungsmittelrückgewinnung kann eine Roots-Trockenschnecken-Vakuumanlage als optimierte Konfiguration eingesetzt werden.

Bei der Lösungsentwicklung bietet FORYOU eine maßgeschneiderte Auswahl basierend auf standortspezifischer Materialzusammensetzung, Durchsatz, Vakuumziel, Kondensationsbedingungen und Betriebskostenzielen. Durch die optimale Abstimmung von Roots-Pumpen, Flüssigkeitsringpumpen, Trockenschraubenpumpen, Kondensatoren und Abgasreinigungsanlagen kann das System die Verdampfungseffizienz verbessern, den Dampfverbrauch senken, Materialverluste minimieren und einen kontinuierlichen, stabilen und effizienten Betrieb der Abgasreinigungsanlage gewährleisten.